Verwertung von Abwärmequellen, selbst in den technisch komplexesten Kontexten

In einigen Fällen liegt die Abwärme in Rauchgasen vor, die als „komplexe Rauchgase“ bezeichnet werden.

Dies ist beispielsweise bei Rauchgasen aus der Abfallverbrennung oder der Kalzinierung von Industrieschlämmen aus der Papierrecycling oder Kläranlagen der Fall.

Um die in dieser Art von sogenannten „komplexen Rauchgasen“ vorhandene Abwärme verwerten zu können, müssen diese Rauchgase gefiltert werden, wobei die thermische Energie erhalten bleiben muss, um das Potenzial zur Abwärmeverwertung nicht zu zerstören.

Herkömmliche Schlauchfilter, die im Allgemeinen vor der Ableitung dieser Rauchgase in die Atmosphäre verwendet werden, halten hohen Temperaturen nicht stand, ihre Grenze liegt in der Regel bei etwa 200 bis 250 °C.

Aus diesen Gründen hat HEVATECH einen Filter neuer Art entwickelt, der auf einem klassischen Zyklonfilter basiert, aber zwei einzigartige Eigenschaften bietet:

  • Begrenzung des Wärmeverlusts auf maximal 20 °C
  • Akzeptanz von Rauchgastemperaturen bis zu 950 °C

Dies ermöglicht es, Quellen zu erschließen, die aufgrund des hohen Staub-, Silizium- oder sonstigen Partikelgehalts unzugänglich sind, um diese Abwärme zu verwerten.

Dieser Filter wurde im Rahmen eines von der ADEME kofinanzierten Projekts entwickelt und kann nun in einer breiten Leistungspalette eingesetzt werden.

Verwertung von Restgasquellen, auch Fackelgase genannt

Diese Prozessgase, die klassisch und kontinuierlich von Raffinerien oder Produktionsprozessen für Spezialmaterialien erzeugt werden, besitzen ein erhebliches Energiepotenzial, das jedoch geringer ist als das von Erdgas oder Propan.

Sie werden in der Regel durch Verbrennung in offenen Fackeln vernichtet, um nicht in die Atmosphäre freigesetzt zu werden, hauptsächlich aufgrund ihrer hohen Fähigkeit zur Klimaerwärmung beizutragen, die auf das 20- bis 30-fache von CO2 geschätzt wird.

HEVATECH hat ein Know-how zur Verwertung dieses sogenannten Restgases entwickelt, indem Wärme durch eine Brennkammer erzeugt wird, die den neuesten Standards hinsichtlich der Verbrennungsqualität entspricht, und anschließend die Abwärme als Zwischenträger für die Energieumwandlung genutzt wird.

So dient die aus diesem Restgas erzeugte Wärme anschließend zur Versorgung der HEVATECH-Maschinen, um diese so erzeugte Abwärme in Form von Elektrizität und Kraft-Wärme-Kopplung zu verwerten.

Beispiel für Fackeln bei MERSEN mit 3 x 250 kW

PID-Schema zur Verwertung von Fackelgas bei MERSEN
in Form von Elektrizität und Gebäudeheizung